Vermessung der Utopie

ISBN: 978-3-86505-729-7
Erscheinungstermin: 1. April 2015

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Der autoritäre Staatssozialismus sowjetischer Prägung ist gründlich gescheitert. Wie aber sieht es mit der Überlebensfähigkeit des Kapitalismus aus? Der Klimawandel, die Massenarmut in weiten Teilen der Welt, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Verelendung auch in Europa, neoimperiale Kriege und Konflikte um Rohstoffquellen und Einflusszonen – das vom »freien Markt« produzierte Elend und seine Begleiterscheinungen verlangen nach einer grundlegenden Alternative. Doch ist eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus überhaupt noch vorstellbar? Die Gesprächspartner liefern eine radikal-kritische Analyse der Gegenwart. Und sie versuchen, eine utopische Gesellschaft zu skizzieren, die auf einem neuen Energiemodell, einer solidarischen Ökonomie und direkter Demokratie basiert – und die auf Vernunft gegründet ist.

Elmar Altvater, 1938-2018, war Professor für politische Ökonomie an der FU Berlin. Seine Bücher über Globalisierung wurden Bestseller. Zu seinen letzten Publikationen zählen: »Der große Krach: Oder die Jahrhundertkrise von Wirtschaft und Finanzen, von Politik und Natur« (2010) und »Engels neu entdecken: Das hellblaue Bändchen zur Einführung in die ›Dialektik der Natur‹ und die Kritik von Akkumulation und Wachstum« (2015). Zahlreiche Artikel, politische Interventionen und Beiträge auf internationalen Konferenzen hat Birgit Mahnkopf auf der Seite elmaraltvater.net zugänglich gemacht.

Raul Zelik ist Politikwissenschaftler und arbeitet seit 1996 als freier Autor. 2009 wurde er zum Professor für internationale und vergleichende Politik an die Nationaluniversität Kolumbiens berufen, kehrte aus familiären Gründen jedoch 2013 nach Deutschland zurück. Mit den politischen Konflikten in Spanien beschäftigt sich Zelik seit Mitte der 1980er Jahre. 2007 veröffentlichte er den viel beachteten Baskenland-Roman Der bewaffnete Freund (Blumenbar, Berlin); sein Sachbuch Continuidad o Ruptura (Capitán Swing, Madrid), das die neuen sozialen und politischen Bewegungen auf der iberischen Halbinsel analysiert, wurde auch in Spanien viel diskutiert. Der Autor begleitete die Gründung der spanischen Linkspartei Podemos und der offenen kommunalen Listen ab 2014 aus nächster Nähe und gilt als einer der besten Kenner der Nationalitätenkonflikte Spaniens im deutschsprachigen Raum. Website des Autors