Töne der Angst

Die Musik im Horrorfilm
Deep Focus 12
256 Seiten, 90 Fotos
Paperback, 14,8 x 21 cm
ISBN: 978-3-86505-313-8
Erscheinungstermin: 1. Juni 2011

32,90 

Musik und Sound sind, obwohl oft unbemerkt, wesentliche Elemente des Films. Die Glöckchen einer Spieluhr, der brausende Motor einer Kettensäge, ein scheinbar harmloses Kinderlied oder geistlicher Gesang gehören zu den festen Bestandteilen des Horrorfilms. Der Autor nutzt die Musik als einen Schlüssel zum Verständnis des Genres: Er beleuchtet zum einen die Bedeutungsebene der verwendeten Geräusche und Töne, zum anderen analysiert er deren expressiv-emotionale Wirkung, die gerade für den Horrorfilm so wichtig ist.

Die Studie versteht sich dabei keineswegs nur als Beitrag zum Thema Filmmusik, sondern schaltet sich auch in fächerübergreifende Diskurse über das Phänomen fiktionalen Horrors ein. Dabei werden ausführliche Einzelinterpretationen mit einer systematischen Darstellung der für den Horrorfilm typischen Musik verknüpft. Im Mittelpunkt stehen die sogenannte Neue Musik, Geräuschmusik, geistliche Musik und Kinderlieder. Die Analysen werden durch zahlreiche Filmausschnitte auf der beiliegenden DVD belegt und verdeutlicht.

Frank Hentschel, geb. 1968 in Köln. Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und Neueren deutschen Literatur in Köln und London. 1991–1995 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1999 Promotion in Köln mit einer Arbeit über »Sinnlichkeit und Vernunft in der mittelalterlichen Musiktheorie« (Preis der Offermann-Hergarten-Stiftung). 1995–1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thomas-Institut der Universität zu Köln. 1999–2006 Wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin (bei Albrecht Riethmüller). 2003/04 »Visiting Scholar« an der Harvard University (Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung). 2006 Habilitation an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über »Bürgerliche Ideologie und Musik: Politik der Musikgeschichtsschreibung in Deutschland 1776–1871«. Von April bis November 2007 Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Oktober 2007 bis September 2011 Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Historische Musikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Sozialgeschichte der Musik). Seit Oktober 2011 Professor für Historische Musikwissenschaft an der Universität zu Köln.