Startseite / Katalog / Film + Medien / Reihe Deep Focus / Transformationen der Gewalt im Film

Die Gewalt im Film ist so vielgestaltig wie die Gewalt selbst. Der Band erschließt das Verhältnis von Film und Gewalt schwerpunktmäßig durch die Lektüre einzelner Werke; er strebt keinen systematisierenden Überblick an. Ausgewählt wurden Filme, die die Implikationen der Gewalt künstlerisch, explorativ und innovativ angehen: Chris Markers level five, Atom Egoyans ararat, David Cronenbergs a history of violence, Alexander Kluges vermischte nachrichten und Harun Farockis aufschub. Hinzu kommen Studien über die Verwendung des Propagandafilms bei Leni Riefenstahl und über Jean Amérys Reflexionen auf die Tortur im Film.

Die intensive Lektüre einzelner Filme zielt zunächst auf die Analyse der in ihnen gebundenen Kodierungen von Gewalt. Darüber hinaus richtet jede Lektüre auch Fragen an das Werk: nach seiner seismografischen Qualität, nach seiner legitimatorischen oder kritischen Funktion. Das Erkenntnisinteresse an der Gewalt im Film ruft außerdem den gesamten Zusammenhang von Ereignis, Überlieferung, Werk und Lektüre auf und versetzt ihn in eine neue theoretische Konstellation. Weil die einzelnen Faktoren des untersuchten Kraftfelds in Wechselbeziehungen zueinander stehen, ist der Gegenstand dynamisch strukturiert; er befindet sich in dauernder Transformation. In diesem Sinne fragt der Band nach den Transformationen der Gewalt im Film.

Leseproben

Autor*innen

Sven Kramer ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literarische Kulturen an der Fakultät Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. Studium, Promotion und Habilitation an der Universität Hamburg. 2002–2005 Gastprofessor an der University of Toronto sowie Senior Lecturer an der University of Melbourne, danach Gastprofessuren in Perth, Providence und St. Louis. Seine Forschungsgebiete umfassen die Kodierung von Gewalt in Literatur und Film, Holocaust-Literatur und -Film, Essay- und Essayfilm, sowie literaturtheoretische und ästhetische... [mehr]

Pressestimmen

  • »›Transformationen der Gewalt im Film‹ ist nicht nur ein äußerst lesenswerter Beitrag zum Komplex Gewalt und Film. Der Band ist darüber hinaus ein Beispiel für eine fundierte interpretatorische Arbeit, die die Filmwahrnehmung von Leserin und Leser schärfen und bereichern kann. Und Blickschärfung, nicht die Formulierung von der Weisheit letzten Schlüssen, ist das schönste Ergebnis von filmtheoretischer Arbeit.« (literaturkritik.de)
  • Hans Helmut Prinzler.
  • Thomas Ballhausen auf medienimpulse.at.