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Das Kino war ein entscheidender Ort nationalsozialistischer Selbstdarstellung, und der Film hat sich seit den faschistischen Propaganda-Bildern unablässig mit dem Nationalsozialismus befasst: mit den Nazis und Hitler, mit dem Holocaust, dem Vernichtungskrieg, mit Widerstand und Befreiung. Wieder und wieder wird die Vergangenheit, die sich nicht bewältigen lässt, inszeniert: in Spielfilmen, Satiren, Dokumentarfilmen, als Holocaust-Drama, Science-Fiction, Trashfilm oder Doku-Soap, im Kino, im Fernsehen und im Internet.

Sonja M. Schultz wagt eine Gesamtschau von über 80 Jahren NS im Film, von den 1930ern bis heute. Wie ändern sich die Bilder durch die Jahrzehnte, wie unterscheiden sie sich etwa in den USA, Deutschland, Osteuropa oder Israel? Und wie sind sie verzahnt mit den zeitgeschichtlichen Diskussionen um Täterschaft und Verleugnung, Erinnerung und Opfergruppen, nationale Selbstdefinition und staatliche Geschichtspolitik?

Leseproben

Autor*innen

Sonja M. Schultz ist Filmjournalistin und hat Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft studiert. Interessensschwerpunkte sind Geschichtsbilder, Dokumentar- und Horrorfilme sowie Dramaturgie. Veröffentlichungen zu Filmproduktion und -geschichte in Sammelbänden und Filmfachzeitschriften, Autorin des Kinoportals www.critic.de. »Der Nationalsozialismus im Film« ist ihre überarbeitete Dissertationsschrift, die mit dem Rudolf Arnheim Preis ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Berlin. Über ihre vielfältigen Aktivitäten gibt ihre eigene Website Auskunft. [mehr]

Pressestimmen

  • »Man weiß, dass hier ein Standardwerk vorliegt, an dem niemand bei künftiger Beschäftigung mi der Ikonografie des ›Dritten Reiches‹ vorbeikommt. Ihre Dissertation ist nicht nur unterhaltsam lesbar; sehr angenehm ist auch, dass sie sich nicht scheut, ihre Meinung über die von ihr angeführten Filme kundzutun; wohlbegründet und immer im Einklang mit ihrer Gesamtargumentation. Ein Buch, wie man es sich nur wünschen kann.« (ray Filmmagazin)
  • »Das Buch ist, zu einem erschwinglichen Preis, sorgfältig ediert und wartet mit vielen auch farbigen Illustrationen auf. Es handelt sich um die bislang kompletteste Darstellung der Bildpolitik im Nachklang des Dritten Reichs. Konzeptionell wie editorisch wird der Anspruch an ein Standardwerk formuliert. Und das zu Recht.« (H-Soz-u-Kult; zur vollständigen Rezension)
  • »Es verblüfft immer wieder, wie hier auch noch fast schon vergessene Werke nicht nur präsentiert, sondern in ihrer Rezeptionsgeschichte noch einmal entschlüsselt werden. Das Buch eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk und als Fundgrube, vor allem aber als Ausgangspunkt für eingehendere Untersuchungen kleineren Zuschnitts, zu denen sicher auch Sonja M. Schultz selbst künftig ihren Teil beitragen wird.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • »Auf über 500 Seiten analysiert die Autorin ihr außergewöhnlich breit und facettenreich angelegtes Thema so anschaulich und zupackend, wie man das von einer wissenschaftlichenArbeit nicht unbedingt erwartet. Pointiert und konzis ist die Analyse, mit der die Anatomie des Faschismus im Film dekadenweise seziert wird: mit scharfen Querschnitten, die einzelne Aspekte vertiefen, und feinen Längsschnitten, die Themen über Jahrzehnte hinweg sichtbar machen. Hierfür Prädikat: besonders wertvoll!« (Darmstädter Echo)
  • »Ein gewissermaßen überfälliges Projekt liegt nun im renommierten Filmbuchverlag Bertz + Fischer vor: ›Der Nationalsozialismus im Film‹, die Dissertation von Sonja M. Schultz. Das umfassende und hervorragend teils farbig illustrierte Buch bietet einen erschöpfenden Überblick über 80 Jahre Nationalsozialismus im Film.« (Deadline Magazine)
  • »Die Autorin beherrscht den wissenschaftlichen Diskurs, kennt die relevante Sekundärliteratur, schöpft aus einer umfassenden Bildung und einer ebensolchen Kenntnis der Zeitgeschichte – und ist so jederzeit in der Lage, ihre filmgeschichtlichen Ausführungen mit gesellschaftlichen Debatten in Beziehung zu setzen. Ihr Stil ist angenehm klar, ihre Argumentation präzise. Sonja M. Schultz hat nicht nur gewagt, sondern auch gewonnen: Jedem Leser, der sich einen gründlichen Überblick über die verschiedenen Facetten dieses Themas verschaffen will – von den sogenannten Trümmerfilmen über den von Claude Lanzmann angestoßenen Bilderstreit nach Steven Spielbergs Epos schindlers liste, von Nazi-Trash wie den berüchtigten Ilsa-Filmen bis zu TV-Event-Movies über die deutsche Vergangenheit und der »Knoppisierung« des deutschen Fernsehens – kann dieses Buch vorbehaltlos empfohlen werden. Es hat das Zeug zum Standardwerk für die nächsten Jahrzehnte.« (epd Film)
  • Isabelle Hartmann vom Bayerischer Rundfunk im Gespräch mit Sonja M. Schultz.